Warum wir keine unkastrierten Rüden aufnehmen können.

In unserer Tierpension leben die Hunde in einer grossen Familie zusammen, kleine und grosse Hunde, weibliche und (kastrierte) männliche Tiere werden so gemischt.

Diese Art des Zusammenlebens entspricht dem natürlichen Verhalten der Wölfe, schlussendlich ist jeder Hund ein Wolf, auch wenn er heute ein bisschen anderes aussieht.

Unsere Hundefamilie bildet eine Harmonie, weil

die Hunde 24 Stunden am Tag betreut sind
Georg Schmidt die Funktion des Leitwolfes wahrnimmt
alle anwesenden Hunde auf sozialgerechtes Verhalten getestet sind
und keine unkastrierten Rüden diese Balance durchbrechen.

Ein unkastrierter Rüde, ob gross oder klein, bringt sofort eine Stimulanz in das Rudel, die eine grosse Unruhe verursacht. Sollte noch eine anwesende Hündin sich im Bereich der Hitze befinden, löst der Sexualtrieb sofort einen Machtkampf aus, von dem auch sogar kastrierte Rüden betroffen sind.

Ueber die Kastration von Rüden wird viel behauptet, hier sind die

Argumente gegen eine Kastration:
einzige Ausnahme bildet ein Zuchtrüde. Dieser muss aber angekört sein und über einen entsprechenden Leistungsausweis verfügen.

Argumente für eine Kastration:
u
nkastrierte Rüden nehmen ausnahmslos die Fährte einer läufigen Hündin auf, manchmal bis zum Parkplatz, dort wo diese Hündin dann ins Auto verladen wurde. Das ist wegen dem heutigem Strassenverkehr sehr riskant.Viele unkastrierte Rüden verwickeln sich in einen Dominanz-Kampf, auch ohne die Anwesenheit einer läufigen Hündin.

Wird ein Hund nur ein Mal verletzt, ist die Gefahr sehr gross, dass er entweder ängstlich oder agressiv wird. Kastrierte Rüden untereinander lassen sich viel, viel weniger in solche Kämpfe ein und werden normalerweise auch nicht in solche verwickelt.

Die Arbeitsleistung und Aufmerksamkeit lässt in keiner Weise nach, im Gegenteil, kastrierte Rüden lassen sich viel weniger von andern Hunden ablenken.

Das Gewicht eines Hundes muss der Hundehalter sowieso kontrollieren, weil ja der Hund immer viel mehr fressen würde, als er zum Erhalt des optimalen Körpergewichtes fressen sollte.

Die Kastration eines männlichen Tieres ist ein Routine-Eingriff des Tierarztes, normalerweise kann der Hund innerhalb von 2 – 3 Stunden wieder abgeholt werden und muss dann etwa 3 – 4 Tage ein T-Shirt tragen, damit er die Wunde nicht schlecken kann.

Zusammengefasst würde ich heute auch aufgrund der Hunde-Dichte empfehlen, alle männliche Hunde etwa im Alter von 8 Monaten zu kastrieren, hier die sind möglichen Ausnahmen:

Zuchtrüden
Ausstellungs-Hunde, bei denen das Fell eine wichtige Rolle spielt (das Fell kann sich um ein Mikron verändern!)
ausgewählte Schutzhunde mit grossen Agressions-Potenzial
(aber auch kastrierte Rüden leisten hervorragende Dienste)